IN DER ZUSAMMENARBEIT LIEGT DIE CHANCE

Im Kindergarten oder Kinderhort und in der Erziehungsberatungsstelle arbeiten qualifizierte Fachleute mit Kindern und Familien. Der Kindergarten steht im Spannungsfeld der individuellen Entwicklung des Kindes und der Anforderungen der Gesellschaft. Er sieht sich hohen Erwartungen ausgesetzt: Sozialerziehung, Integration behinderter Kinder, Gesundheitserziehung, Sexualaufklärung, religiöse Erziehung, Verkehrserziehung seien nur als einige Beispiele dafür genannt. Durch ihren meist mehrjährigen Aufenthalt in der Einrichtung werden die Kinder und ihre Familien im Kindergarten meist sehr gut bekannt.

Die Erziehungsberatungsstelle als Spezialdienst der Jugendhilfe kümmert sich immer dann um Kinder und Familien, wenn Eltern Hilfe bei Erziehungs- und Familienproblemen aller Art suchen. Oft treten diese Schwierigkeiten im Verhalten der Kinder bereits im Kindergarten zutage. Die Familien- und Kindertherapeuten der Beratungsstelle können in intensiver Einzeifallhilfe auch dann helfen, wenn der Kindergarten allein überfordert wäre.

In vielen Fällen kindlicher Verhaltensstörungen kann optimal geholfen werden, wenn Kindergarten und Beratungsstelle ihre Möglichkeiten zusammentragen und nach einem gemeinsamen Konzept handeln.

Dle Erziehungsberatungsstelle des Heinrich-Meng-Instituts des Erftkreises bietet Ihnen für Ihre Kindergarten- und KIndertagesstättenarbeit 4 Bausteine für eine fruchtbare fachliche Unterstützung und Zusammenarbeit:

4 Bausteine: Vier Möglichkeiten für unsere Zusammenarbeit Baustein1: Fachberatung Der Erziehungsberater kommt zu Ihnen in Ihre Einrichtung (natürlich können Sie auch in die Beratungsstelle kommen) und berät Sie in allen Fragen, die Sie in Ihrer täglichen Arbeit mit einem oder mehreren schwierigen Kindern bewegen. Sie können in anonymisierter Weise ohne Einwilligung der Eltern über Ihre Kinder sprechen. Der Erziehungsberater sieht das Kind selbst dabei nicht (was einen Auftrag der Sorgeberechtigten voraussetzt, s.u.). Dazu kann es hilfreich sein, wenn Sie vorher z. B. den BBK (Beobachtungsbogen für Kinder von DUHM u. ALTHAUS) ausfüllen und das Ergebnis mit dem Erziehungsberater durchsprechen. Den Beobachtungsbogen erhalten Sie kostenlos beim Erziehungsberater. Wenn Sie wünschen, daß der Erziehungsberater ein Kind einzeln oder in der Gruppe sieht, besorgen Sie sich einen schriftlichen Auftrag der Sorgeberechtigten des einzelnen Kindes (wenn ein Kind allein gesehen werden soll), oder aller Kinder der Gruppe (wenn die ganze Gruppe gesehen werden soll).

Baustein 2: Gemeinsame Fallarbeit Die Familie eines Kindes, das in Ihrer Gruppe ist, sucht (vielleicht auf Ihr Anraten hin) die Erziehungsberatungsstelle auf und alle Beteiligten (Kindergarten, Eltern, Erziehungsberater) kommen überein, daß man zusammenarbeiten sollte. Nun kann eine gemeinsame fachliche Vorgehensweise abgesprochen, kann die Entwicklung gemeinsam verfolgt werden, wechselseitige intensive Beratung stattfinden.

Baustein 3: Getrennte Fallarbeit Nicht immer ist eine aufwendige gemeinsame Fallarbeit notwendig und sinnvoll. In der Erziehungsberatung sind auch Kinder, die im Kindergarten keine Probleme haben oder machen. Oder Sie kommen auch alleine mit dem Kind im Kindergarten zurecht, ohne Unterstützung des Erziehungsberaters zu benötigen, und umgekehrt. In solchen Fällen arbeitet die Erziehungsberatungsstelle ohne ständige Zusammenarbeit mit Ihnen, und Ihr Kindergarten ohne ständigen Austausch mit uns. Wichtig ist, daß Sie den Eltern die Beratungsstelle empfehlen.

Baustein 4: Elternabende Laden Sie einen Erziehungsberater in Ihre Einrichtung zu einem interessanten Elternabend ein! Er kann z.B. einen Vortrag zu einem wichtigen Thema der Kindererziehung oder des Familienlebens halten, mit den Eltern diskutieren und sie beraten. So nebenbei verlieren dabei manche Eltern die Scheu, eine Erziehungsberatungsstelle aufzusuchen, um sich vertiefend beraten zu lassen. Ihr Kindergarten qualifiziert seine Elternarbeit mit einem Eltemabend.

Diese 4 Bausteine können Sie je nach Bedarf unterschiedlich kombinierenl Lassen Sie sich beraten!
Speziellere zusätzliche Kooperationsmöglichkeiten sind: Balintgruppenarbeit, Gruppensupervision, Teamberatung, Fortbildung für Erzieherinnen und Erzieher.

 

Die Erziehungsberatungsstelle bietet Ihrem Kindergarten im Rahmen von ProKid Elternabende im Kindergarten an:


ELTERN IM MÄRCHEN

Eltern, besonders Mütter werden im Umgang mi ihren Kindern oft alleingelassen, bekommen kaum Hilfe und Ermutigung. Gesellschaffliche Vorstellungen von der "idealen Mutter" oder dem "idealen Vater verunsichern oft nur zusätzlich. Es entstehen Situationen innerer Not und äußerer Fehlhaltungen, in denen Eltern Verständnis und Hilfe brauchen, nicht Verurteilung. Auch in heutiger Zeit können die lange in ihrem Wert vergessenen Märchen Eltern dabei Orientierungshilfe im Alltag geben.
Referentin: Dipl.-Heilpädagogin Waltraud Kolanoski

KINDER FORDERN UNS HERAUS

Kinder brauchen Grenzen -aber auch Freiheit. Wieviele Grenzen soll man Kindern in der Erziehung
setzen, ohne sie in ihrem Freiheitsdrang und Wunsch nach Selbstständigkeit zu sehr einzuengen? Wo
endet partnerschaftliche, wo beginnt autoritäre Erziehung? Was sind die Langzeitfolgen verschiedener
"strenger» oder "freizügiger" Erziehungsstile? Wie soll man sich als Mutter und Vater als Grenzgänger

zwischen Freiheit und Grenzsetzung orientieren? Referent: Dipl.-Psychologe Hans-Reinhard Schmidt

KULT UMS KIND - Großwerden in der Kaufrauschglitzercybergesellschaft

Die Gesellschaft vergöttert ihre Kinder. Die frühesten Jahre will man ihnen versüßen mit Geld und
Geschenken. Expertenwissen über Mode, Marken und Medien gehört von früh an zum Pensum der
Kultkinder Kindheit spielt sich heute zwischen Pampers und Internat Elektronikspielen und Edutainment
ab Wie verkraften de "jungen Opfer" ihre neue Expertenrolle, die nicht nur frühes Eigenleben, sondern
auch Stress produziert? Wie reagieren Eltern und Erzieher auf diese Revolution?
Referentin: Dipl.-Heilpädagogin Waltraud Kolanoski

WIE GEHT'S DER FAMILIE?

Gibt es das heute nur noch im Fernsehen: Eine glückliche Familie? Was macht eine glückliche Familie aus? Welche Wirkungen üben Familienmitglieder aufeinander aus? Was hat die Herkunftsfamilie mit meinem Familienglück zu tun? Wie erwachsen Verhaltensschwierigkeiten der Kinder aus der Familie herauskam? Wie kann Familien psychotherapeutisch geholten werden? Referent Dipl.-Psychologe Hans-Reinhard Schmidt

Alle Abende finden in Ihrem Kindergarten kostenfrei statt. Terminvereinbarungen und alle weiteren Einzelheiten klären Sie bitte jederzeit mit den Referenten.